Infos Icehotel

   

 

  • Wo ist Kiruna (und das Icehotel)?
    Kiruna liegt in Lappland, Schweden, 200 km nördlich des Polarkreises

  • Gut zu wissen:
    - Die Zimmertemperatur im Icehotel ca. -5° bis -8° C.
    - Geschlafen wird in warmen Thermoschlafsäcken auf Rentierfellen.
       In den Thermoschlafsack wird ein Baumwollschlafsack eingelegt.
    - Der Saunabesuch am Morgen ist inklusive.
    - Die Waschräume, die Toiletten und die Sauna befinden sich in separaten Gebäuden
       aus Holz und sind angenehm temperiert. Die Eiszimmer sind nur durch Vorhänge
       abgetrennt und verfügen nicht über Türen.
    - Das Gepäck wird über Nacht in Schließfächern in speziell dafür vorgesehenen
       Räumen abgestellt.

  • Geschichte des Eishotels

    Angefangen hatte alles 1989 mit der Kunstausstellung "Art-ic", wobei auf dem zugefrorenen Torne Fluss ein Iglu gebaut wurde. Etliche Besucher waren von der 60 m² großen Kunstgalerie begeistert; einige blieben sogar über Nacht. Die Ausstellung "Art-ic" war nie als Hotel gedacht. Die Gäste argumentierten jedoch, dass Iglus bereits seit Tausenden von Jahren als Unterkunft dienten. Somit war die Idee für das  Eishotel geboren.
    Heute ist das Eishotel weiterhin eine blühende Sehenswürdigkeit als das erste, größte und vielleicht einzige Hotel der Welt, das komplett aus Eis und Schnee erbaut wurde. Das Eishotel hatte vor zehn Jahren bescheiden mit einem einstöckigen Gebäude angefangen und besteht heute aus einer Fläche von 4000 Quadratmetern, 3 000 Tonnen Eis und 30 000 Kubikmetern Schnee. Während der Wintersaison 2000/2001, zählte das Eishotel 11.000 Übernachtungen und 33.000 Besucher. Das aus 60 Zimmern bestehende "Winterwunderland" hat eine Rezeption, eine Eingangshalle, ein Kunstmuseum, die "Absolut Ice Bar", ein Kino, eine prachtvolle Kapelle und natürlich Hotelzimmer.
    Am Abend, versammeln sich die Gäste an der Bar und nehmen einen Drink "in the rocks", aus Eisgläsern, die aus den Eisblöcken des Flusses geformt wurden. In der Kapelle finden Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen statt.
     Ende Oktober fangen circa ein Dutzend Künstler mit der Arbeit an bevor Mitte Dezember die ersten Gäste kommen. Schneekanonen und Verlader helfen, den Schnee über gewölbte Metallformen zu sprühen, einige Metallformen sind 5 ½ Meter hoch und 6 Meter breit. Nach 2 Tagen werden die gewölbten Metallformen wieder entfernt und können an einer anderen Stelle angewendet werden. Danach werden Eissäulen aufgestellt, um den freistehenden Schneewölbungen eine extra Stütze zu geben. Ende November sägen die Künstler mit Hilfe von Traktoren, speziellen Eissägen und Eiswerkzeugen, die in Jukkasjärvi erfunden wurden, Eisblöcke aus dem Torne Fluss. Bei dem Bau des Eishotels wird ebenfalls geschmolzenes Flusswasser benötigt. Das saubere Flusswasser wird auf den Schnee gesprüht, wodurch er steinhart wird. Während der Dunkelheit im Dezember, wenn die Hauptstruktur fast fertig wird, beginnt man mit den Verfeinerungen und der Inneneinrichtung des Eishotels. Am Innendesign wird bis in den Januar hinein gearbeitet. Die konstanten -7 °C machen das Arbeiten innen relativ angenehm im Vergleich zu den draußen bis zu -40 °C herschenden Temperaturen. Bis in den späten Abend hinein, sägen und meißeln die Künstler an den Eisblöcken, um daraus Fenster, Türen, Säulen, Tresen, Betten, Stühle, Tische, Lampen und natürlich auch Skulpturen zu formen.
     

    In jedem Jahr wird eine Gruppe nationaler und internationaler Künstler dazu eingeladen, die Einrichtung bestimmter Räume zu entwerfen. Ende April beginnen dann leider die Sonnenstrahlen mit dem Zerschmelzen des großen Bauwerkes aus Eis.
     

    Auch wenn die letzten Gäste Ende April abreisen, geht die Arbeit noch bis in den Juni hinein weiter, wenn aus dem Eishotel ein Wasserhotel wird. Die Künstler isolieren ein paar Tonnen Eis im am 5. Mai 2000 eingeweihten "Eishotel Kunstzentrum"- eine 1500 m² große "Gefriertruhe" mit einer Eis- und Schneeausstellung während des Sommers, die den Besuchern einen Eindruck des Eishotels verschaffen soll. Neu im Jahre 2001 ist ein Iglu Dorf im Kunstzentrum bestehend aus 6 Iglus im Grönlandstil für Übernachtungen im Sommer.
     

    Die Natur verschafft die Möglichkeit jedes Jahr mit Formen und Techniken zu experimentieren. Jedes Eishotel sieht anders aus. Die Schönheit und die Stellen, mit denen wir nicht so zufrieden sind verschwinden und machen den Weg frei für den nächsten Winter. Aus dem Torne Fluss dürften auch in der nächsten Saison wieder einige gute Ideen geboren werden. Aus dem Fluss kommt das Eis und in den Fluss geht es zurück; alles, was an das Eishotel erinnert sind Erinnerungen.

  • Das Icehotel im Internet: http://www.icehotel.com