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Häufig gestellte Fragen zum
Ballonfahren:
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Landet der Ballon wieder an seinem Startplatz?
Nein, ein Freiballon
landet nicht wieder an seinem Startplatz. Er bewegt sich nach dem
Start mit dem Wind in dessen Richtung. Sehr selten hat man umlaufende
Winde“ wo eine Rückkehr theoretisch möglich wäre.
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Warum kann man die Fahrtrichtung des Ballons nicht selbst
bestimmen?
Da der Ballon "frei“ d. h. nirgends angehängt ist und auch
keinen Antrieb besitzt, kann der Pilot nur passiv Einfluß auf seine
Fahrtrichtung nehmen. Er bewegt sich immer mit dem Wind, mit dessen
Geschwindigkeit und in dessen Richtung. Eine gewisse Steuerung ist so
nur durch die Ausnutzung verschiedener Windrichtungen in
unterschiedlichen Höhen möglich. Gebübte Piloten können dadurch z.T.
erhebliche Richtungsänderungen herbeiführen.
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Darf ein Ballon überall landen?
Ja. Laut Luftrecht darf ein Ballon auf
eines jeden Grundstück landen. Trotzdem wird jeder Pilot versuchen,
auf einem geraden, mit dem Verfolgerfahrzeug gut zugänglichen Platz zu
Boden zu gehen ohne Sachschaden auf dem Landeplatz anzurichten. Dabei
ist die Sicherheit der Passagiere im Korb oberstes Gebot. Eventuelle
Schäden sind selbstverständlich von einer Haftpflichtversicherung
gedeckt.
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Wo sind die Sandsäcke?
Sandsäcke werden nur bei Gasballons benötigt.
Nur dort wird Ballast abgeworfen um höher zu steigen. Beim
Heißluftballon wird "geheizt“ um Höhe zu gewinnen.
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Warum sehe ich
immer nur früh und abends Ballons am Himmel?
Heißluftballons sind
Sicht"Flug" Objekte. Sie sind darauf angewiesen, von anderen
Luftraumbenutzern gesehen zu werden und der jeweilige Pilot muß selbst
mögliche Hindernisse wie z. B. Hochspannungsleitungen rechtzeitig
erkennnen. Bei Dunkelheit oder Dämmerung ist dies nicht möglich.
Ausserdem ist ein Ballon anfällig gegen Thermik. Diese durch
Sonneneinstrahlung auf der Erdoberfläche entstehenden Warmluftblasen
lösen sich spontan von der Erdoberfläche ab (vergleichbar mit den CO²
Blasen in der Sprudelflasche) und machen den Ballon unkontrollierbar.
Eine Ballonfahrt ist deswegen nur früh zwischen Sonnenaufgang und
Einsatz der Thermik und am Abend nach Abklingen der Thermik möglich.
Im Winter kann die Thermik auch ganz ausbleiben und man kann deswegen
ganztags Ballonfahren.
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Warum kann man Starttermine nie sicher
voraussagen?
Ballonfahren ist ein extrem wetterabhängiger Sport.
Manchmal stehen Ballonfahrer auf dem Startplatz, warten, warten.....
und packen dann doch wieder ein. Maximal 2 Stunden vor der Ballonfahrt
muß sich der Pilot bei der Flugwetterberatungsstelle über die aktuelle
und zu erwartende Wetterlage informieren.
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Wie muß das Wetter denn
sein?
- trocken- möglichst von oben und unten, denn es macht keinen
Spaß, den Ballon nach der Landung von einem schlammigen Acker zu
bergen. - leichter Bodenwind, möglichst zwischen 4 und 20 km/h. Ohne
Wind würde der Ballon in der Nähe seines Startplatzes verharren und
der Pilot hat keine Chance, sich geeignetes Gelände für die Landung
auszusuchen. Bei höheren Windgeschwindigkeiten macht das Füllen und
Starten des Ballons große Probleme und eine gefahrlose Landung kann
nicht sichergestellt werden. Unser Grundsatz lautet: Sicherheit geht
vor. Man muß keine riskanten Situationen heraufbeschwören. - gute
Sicht: ausreichende Bodensicht, also kein Nebel ist Bedingung für eine
Ballonfahrt. Sollte es stark dunstig sein, ist eine Fahrt zwar
möglich, der Spaß käme aber zu kurz. - keine Gewitter in der Nähe-
denn Gewitterwolken verursachen schnell einsetzende starke Winde die
zu Deformationen der Hülle führen können.
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Welchen Treibstoff
benutzen Ballons?
Propangas. Das in Spezialflaschen mitgeführte
Flüssiggas wird im Brenner entzündet . Dieser lässt eine Flamme von
ca. 1600 Grad Celsius entstehen. Je nach Fahrweise und Beladung
verbraucht ein Ballon ca. 100-120 Liter pro Stunde.
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Wie erfolgt die Landung des Ballons?
Am Ende
jeder Ballonfahrt steht die Landung –je nach Windverhältnissen - ganz
sanft oder als Schleiflandung. Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit sucht sich
der Pilot ein geeignetes Landegelände. Sollte kaum Wind sein oder die
Landung an einer windgeschützten Stelle möglich sein, kann der Ballon
stehenbleiben und die Fahrgäste können aussteigen wenn der Pilot
hierzu auffordert. Ist eine "stehende“ Landung wegen zu starken Windes
nicht möglich, versucht der Pilot durch sanfte Bodenberührung den
Ballon zu bremsen und dann durch schnelles Öffnen des großen Ventils
am oberen Ende des Ballons diesen zu entleeren und die Fahrt so zu
beenden. Dabei kippt der Ballonkorb meist relativ langsam um.
Insgesamt muß bedacht werden, daß ein Durchschnittsballon eine
Gesamtmasse von ca. 4 Tonnen (alleine die Luft in der Hülle hat ein
Gewicht von ca. 3000-3500 kg) hat und dieser in kürzester Zeit von 30
km/h (und mehr) auf Null gebremst werden muß.
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Darf man aus dem
Ballonkorb filmen und fotografieren?
Ja. In Deutschland darf man fast
uneingeschränkt filmen und fotografieren. "Sensible Objekte“ sind oft
Sperrgebiete für die Luftfahrt und dürfen von Ballons nicht überfahren
werden.
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Braucht man eine Ausbildung um Ballon fahren zu dürfen?
Ja. Um als Ballonpilot tätig zu werden, braucht man
den Pilotenschen PPL-D. Dieser ist in fast allen Punkten (z.B.
Navigation, Luftrecht, Metorologie) identisch mit dem Pilotenschein
für Sportflugzeuge. Neben umfangreichem theoretischem Wissen muß der
Pilot eine praktische Ausbildung und Kenntnisse im Flugfunkbetrieb
(BZF II) nachweisen. Jeder Pilotenschein ist nur befristet gültig. Er
bleibt nur erhalten, wenn jährlich eine Mindestanzahl "Flug“Stunden
absolviert werden und ein Fliegerarzt die Tauglichkeit bescheinigt.
Bei gewerblich startenden Piloten sind die Anforderungen noch etwas
höher; so wird z. B. eine jährliche Überprüfungsfahrt mit einem
vereidigten Prüfer des Luftfahrtbundesamtes durchgeführt. Bei uns sind
ausschließlich gewerblich startende Piloten eingesetzt. Bei groben
Verstößen- auch imStraßenverkehr- kann der Pilotenschein entzogen
werden.
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Ist es nicht kalt in der Höhe?
Alles halb so wild! Die
Temperatur sinkt je 100 Meter um ca. ein Grad. Die durchschnittliche
Fahrthöhe liegt bei ca. 500-800 Metern; ausserdem ist im Ballonkorb
fast kein Wind zu spüren da sich der Ballon mit dem Wind fortbewegt.
Und dann ist ja noch die Flamme unmittelbar über den Köpfen der
Ballonfahrer, deswegen merkt man fast keinen Unterschied zur
Bodentemperatur. Lediglich im Winter bei geringen Aussentemperaturen
sind dicke Socken und warme Unterwäsche angesagt.
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Warum sagt man
Ballon "fahren“?
Diesen Unterschied, den die Ballöner eigentlich nur
im deutschsprachigen Raum machen, ist historisch bedingt. Ballonfahren
ist ja bekanntlich die älteste Form, mit der sich Menschen in die Luft
erhoben haben (und auch wieder heil runter kamen) Die ersten
Ballonpiloten waren Kapitäne der See- sie waren so ziemlich die
einzigen Menschen, die der Navigatioin mächtig waren. So wurden viele
Begriffe aus der Seefahrt übernommen. Ausserdem benutzen Ballone als
Aerostaten ein anderes – mit Schiffen vergleichbares- Auftriebsprinzip
als alle anderen Flugobjekte, die nur durch Bewegung in der Luft
bleiben. Und es heißt auch heute noch "Luftfahrt“,
"Luftfahrtbundesamt“, "allgemeine Luftfahrt“ usw.
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Wie hoch kann
man mit einem Ballon steigen?
Mit einem Heißluftballon kann man ohne
Atemmaske so hoch steigen wie man noch Sauerstoff zum Atmen hat. Der
derzeitige Rekord liegt bei 5000 Metern. In der Regel werden 3000
Meter Höhe nicht überschritten. Meistens bewegt sich ein Ballon
zwischen Grashalmhöhe und ca. 500-800 Metern in der Luft.
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